Rund um Weiher Kastell / Nettetal 2010
Stefan Voormans
Regenschlacht bei der Premiere
15. August 2010 - Schon sehr früh trafen die ersten Handbiker zum Rennen „Rund ums Weiher Kastell“ an der Sporthalle in Nettetal ein. Zu diesem Zeitpunkt hofften noch alle, das es weiter trocken bleiben würde. Auch als die Startnummern verteilt wurden, war es noch trocken. Doch als man sich in die Bikes setzte und warm fuhr, fing es leicht an zu regnen. Der Regen wurde immer stärker und hörte auch bis zum Ende des Tages nicht auf. Den widrigen Umständen zum Trotz setzte sich 24 Handbiker/innen, geführt von einem Polizeimotorrad in Bewegung zum 2 KM entfernten Start. Das Timing stimmte, sodass die Athleten nicht zu lange im strömenden Regen vor dem Start warten mussten, bevor Moderator Holger Falk das Mikrophon übernahm und so das Projekt „Handbikerennen in Nettetal“ einläuten konnte.
Nach einer Einführungsrunde kam das Feld nach Leistungsfähigkeit sortiert zurück auf die Start – Ziel Gerade. Nach einem Countdown ging es dann endlich los in die verbleibenden 14 Runden á 2,2 KM. Schon schnell setzte sich eine fünfköpfige Gruppe ab, in der bis auf Uli Freitag (TV Kleinwiedenest) auch alle Favoriten vorhanden waren. Besonders Jörg Pieper (Team Sopur) und Josef Michelberger (GC Nendorf) versuchten das Tempo hoch zu halten, um sich von den Verfolgern abzusetzen. Unterstützt wurden sie dabei von Hartmut Goldapp (Team Otto Bock), Frank Wirth (Team Rehability) und dem Belgier Jean-Francois Deberg. Bei den Damen versuchte Andrea Plückelmann Kontakt zu der Favoritin Lily Anggreny zu halten. Gegen Mitte des Rennens entledigte sich Frank Wirth seiner Brille, indem er sie einem Bekannten zuwarf. Diese Situation nutzten die anderen vier und ließen ihm keine Chance mehr, die entstandene Lücke wieder zu schließen. So wurde für ein Quartett die letzte Runde eingeläutet. In der letzten Kurve fiel dann die Entscheidung. Goldapp hatte diese schlecht erwischt und konnte nicht mehr um den Sieg fahren. Für Deberg waren die beiden anderen zu stark. Und so kam es zu einem spannenden Zielsprint, den Josef Michelberger mit einer Radlänge Vorsprung vor Jörg Pieper gewann. Bei den Damen setzte sich Lily Anggreny wie erwartet vor Andrea Plückelmann und Katja Oemmelen durch.
Im direkten Anschluss fand die Siegerehrung auf der Rennstrecke, vor dem Publikum statt. Die Pokale und die Preisgelder wurden jedoch wieder eingesammelt, um den Athleten dann in der Sporthalle abermals überreicht zu werden. Dorthin wurden alle Handbiker/innen wieder mit einem Polizeimotorrad überführt, um sich warm duschen und umziehen zu können. „Die Veranstaltung war zwar verregnet, aber ist nicht ins Wasser gefallen“ bemerkte Wilfried Schmitz, Organisator des Renntages . Er war, wie auch alle anderen Zuschauer beeindruckt von der Leistung der Handbiker und kam schnell mit Stefan Voormans und dem Prämiensponsor „reha team West“ in Übereinkunft, dass man dies im nächsten Jahr bei trockenen Verhältnissen unbedingt wiederholen müsse. „ Dann wird es auch eine Zeitmessung per Chip geben“, versprach er.