Somedi Nettetal e.V. in Indien 2010
Somedi Nettetal e.V.
Dalai Lama bedankt sich für Hilfe aus Deutschland
Januar 2010 - Bei einem „Mobility Camp for the handicaped“ traf Stefan Voormans, Geschäftsführer des Hilfswerks Somedi Nettetal e.V., am 03.Januar seine Heiligkeit, den 14.Dalai Lama. Dieser bedankte sich bei Voormans für die Hilfe, welche das kleine deutsche Hilfswerk zusammen mit den Firmen „Sunrise Medical“, „Schwalbe“ und dem „reha – team West“ für das Camp geleistet hat.

Der Dalai Lama bedankt sich bei Stefan Voormans

Stefan Voormans, Geschäftsführer Somedi Nettetal e.V.
Wie funtioniert ein „Mobility Camp for the handicaped“?
Alles beginnt mit einer Vorlaufzeit von drei Monaten. Als erstes müssen die Bedürftigen informiert werden, dass ein solches Camp stattfindet. Da in den ländlichen Regionen, in denen die meisten Camps stattfinden, ein Großteil der Bevölkerung Analphabeten sind, werden Werbefilme im Fernsehen gesendet. Ein Fernseher hängt in Indien in jedem noch so kleinen Dorf. Die Menschen erfahren dort alles Wissenswerte über das Camp. Wann es stattfindet, bei wem sie sich anmelden müssen, und wo sie abgeholt werden. Am Tag selber, werden die Menschen dann abgeholt und ins teilweise über hundert Kilometer weit entfernte Camp gefahren. Dort angekommen werden sie zuerst mit Wasser und Lebensmitteln versorgt, da die Reisen teils sehr strapaziös sind. Danach müssen sie zum „Screening“. Dort werden sie Untersucht und es wird festgestellt, welche Hilfsmittel sie benötigen. Die Helfer sind meistens ehrenamtlich tätig. Nur ein geringer Teil sind Fachkräfte, meistens für Orthopädietechnik. Dann erhalten die Menschen ihre Hilfsmittel, bzw. werden die Hilfsmittel für sie angepasst. Die freiwilligen Helfer unterweisen sie z.B. in einer Gangschule für jene, die Prothesen oder Schienen bekommen haben. Anderen wird erklärt, wie sie mit dem Rollstuhl oder dem Tricycle zu fahren haben. Je nach Größe und der Menschen die dort versorgt werden sollen, ist die Dauer eines Camps sehr unterschiedlich. Das Camp in Palitana dauerte 17 Tage. Jeden Morgen, bevor die Menschenmassen kommen stehen die Lagerräume der einzelnen Abteilungen voller Rollstühle, oder Tricycles. Und wenn es Abend sind diese Räume fast immer leer. In der Nacht füllen die Helfer diese Lager dann wieder auf,und reinigen alles Ebenso werden die Lebensmittelvorräte und die Getränke wieder aufgefüllt. Für die Logistik und die Leitung des Camps sind indischen Partner von „Somedi Nettetal e.V.“ unter der Leitung von Herrn Mahendra G. Mehta und seiner Frau Asha zuständig. Im Bild Dr.Ramesh Modi (Vorsitzender Somedi), Asha Mehtat (RNCT) und Stefan Voormans.
Weitere Informationen zu „Somedi“ und den „Mobility Cmaps“ unter www.somedi.de