Mannheim Marathon 2005
70 Handbike Starter, 110.000 Zuschauer und 4 heiße Brasilianerinnen

21.Mai 2005 - 70 Starter, 110.000 Zuschauer und 4 heiße Brasilianerinnen im Sambakostüm am Start. Was will man mehr an stimmungsvoller Kulisse bei einem Marathon, bei dem allerdings die gewohnten Gesichter in der 1. Reihe ein wenig fehlten. Weder Meyerhofer noch van Breukelen waren da, dafür Cefas Bouman und Torsten Purschke, Errol Marklein, Stefan Bäumann, Tobi Knecht und Michael Heil vom Team Rehability warteten auf den Startschuss, um die im letzten Jahr etwas unselige Veranstaltung auf neuer Streckenführung einzuweihen. Gleich daneben waren denn auch die beiden Shooting-Stars des Teams Rehability, Norbert Koch und Max Hauch, um die Spitzengruppe nicht wegziehen zu lassen. So war das neue schwarze Trikot von Beginn an dominierend (insgesamt 15 Fahrer und Fahrerinnen der KSG Rhein-Neckar waren am Start) und ließ sich die ersten 6 km auch nicht auseinanderreißen. Leider kam dann wohl eine Mannheimer Spezialität. Eine Kehre auf der Straße, nicht am Wendehammer oder einem Rondell, nein, eine stinknormale Straße mit 8 m Breite musste reichen, einem Pulk von 30 Fahrern 180° Wendekreis zu ermöglichen. Das ging natürlich nicht und so konnten lediglich 2 Fahrer, Bouman und Purschke ohne eingekeilt zu sein wegfahren, während die anderen fluchend und wild gestikulierend einer nach dem anderen sich lösten und die Verfolgung aufnahmen. Die 2. Gruppe mit Marklein, Knecht, Heil und Koch konnte dann auch recht schnell aufholen, als beim Rondell Richtung Seckenheim das nächste Missgeschick passierte. Michael Heil und Tobi Knecht fuhren ineinander und das so blöd, dass Heil aus dem Bike steigen musste und Passanten die Räder wieder entwirrten. Das dauerte leider so lange, dass die Spitzengruppe und die Verfolger weg waren, so dass beide entschieden, mit dem Hauptfeld das restliche Rennen zu bestreiten. Weiter vorne zogen die beiden Spitzenfahrer mit zum Schluss 7 min Abstand davon, während die Verfolger den leider häufig völlig überraschten Streckenposten gegenüberstanden, die oft viel zu spät und dann auch noch undeutlich die Strecke anzeigten. Koch und Gefolge fuhren denn auch die Brücke von Ludwigshafen nach Mannheim erst mal runter statt hoch und das Hauptfeld stand 2mal heftig schimpfend vor dem völlig verdutzten Streckenposten. Dafür war die Stimmung an der Strecke einmalig. Abends und vor so einer Kulisse macht Sport viel mehr Spaß als frühmorgens um 8.30 Uhr, wenn am Sonntag die Zuschauer noch in den Betten liegen. So sollte ein Marathon immer laufen. Und die Streckenführung kann man ja noch verbessern. Den Schlußspurt gewann Cefas knapp vor Purschke, Norbert Koch vom Team Rehability kam auf den sensationellen 3. Platz und Max Hauch vom gleichen Club auf den 5. Platz. Michael Heil und Nico Merklein als 11. und 12. komplettierten das tolle Ergebnis.