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01.03.09 - 09.03.09 Tagebuch: Team SOPUR in Al Ain

Team SOPUR auf dem Weg nach Al Ain
Team SOPUR auf dem Weg nach Al Ain

Das Angebot: Eine Woche Wärme, gute Trainingsbedingungen in einer außergewöhnlichen Umgebung mit einem Schuss Exotik und die maßvolle Saisonvorbereitung im Team SOPUR und einem Auftakt-Wettkampf mit den Al Ain International Wheelchair Meeting. Für Jürgen aus Kronau, Thomas aus Berlin, Vico aus Langstadt, Markus aus Siegen, Winfried aus Sandhausen, Torben aus Kaltenkirchen, unseren Teamleader Errol aus Taiernbach, die zum Betreuerteam gehörenden Bernd aus Nussloch, Heiko aus Östringen und Wilfried aus Niedernhausen, den als Gästen integrierten Jörg aus Attendorn und Waldemar aus Gummersbach sowie dem aus Polen stammenden Arkadiusz war als Treffpunkt Frankfurt vereinbart. Rafael konnte die Zwischenstation Frankfurt nicht ansteuern, da wegen starker Schneefälle in Atlanta für den sportlichen US-Repräsentanten von SOPUR ein Direktflug nach Dubai wurde. Unser in Holland lebender Libanese Edward kam aus flugtechnischen Gründen direkt aus Amsterdam ins Trainingscamp, wie auch unserer Schweizer Ass Heinz aus Zürich, den wir allerdings erst am Mittwoch erwarten dürfen. Ziel dieser außergewöhnlichen Saisonvorbereitung ist das Al Ain Faydah Resort, etwas außerhalb gelegen von Al Ain, der mit 400.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt des Emirats Abu Dhabi.

„Wir wollen mit dieser Maßnahme unser SOPUR-Team auf die Saison einstimmen. Natürlich ist es schwer, angesichts des unterschiedlichen Leistungsniveaus nach dem Winter ein gemeinsames Trainingscamp durchzuführen“, gesteht Errol am Frankfurt Airport über die Zielstellung des Unternehmens. „Doch unsere Leute sollen sich fernab eines Wettkampf-Wochenendes einmal beschnuppern, damit unser Team zu Beginn der Saison zusammen wachsen kann“.

Wie gewohnt wurde das Einchecken zu einer größeren Angelegenheit, schließlich kommt es nicht alle Tage vor, dass gleich zehn sperrige Handbikes samt Radkoffern auf einen Streich beim Check-in auf den Förderbändern stehen. Doch die Mitarbeiter von Condor haben diese und auch alle folgenden Aufgaben souverän gelöst. Die Platzzuweisung an Bord wurde natürlich zu einer weiteren (echten) Herausforderung, letztlich durften wir alle mit den zugewiesenen Plätzen im hinteren Teil der nur zu Zweidrittel besetzten Maschine zufrieden sein.

Pünktlich um 23.15 Uhr Ortszeit landeten wir auf dem gigantisch großen Flughafen der Hauptstadt Dubai des gleichnamigen Emirats. Die große Lässigkeit der Fluhafenbediensteten bei der Abfertigung nervte zwar etwas, ging aber dennoch zügig über die Runden. Endlich draußen. Eine etwas stickige Wärme (T-Shirt-Wetter also!) schlug uns entgegen. Trotz vorgerückter Stunde erwartete uns ein erstaunlicher Menschenauflauf. Und das alles wegen uns? Weit gefehlt! Es ist die pure Langeweile, die die Einheimischen befällt. Und dies Tag für Tag. Schweigend und teilnahmslos jedenfalls sahen allerdings die Einheimischen zu, wie wir uns mit dem sperrigen Gepäck abmühten. Drei wenig motivierte Männer beluden in einer aufreizenden Langsamkeit einen weißen Truck mit unserem Gepäck, verstanden es aber, das kostbare Material stabil und sicher zu laden. Für uns standen zwei rollstuhlgerechte Busse parat, die uns in einem nicht enden wollenden Überlandtrip durchs Niemandsland in die „Gärten Arabiens“ nach Al Ain brachten.

Nach fast ebenso langer Aktion an der Rezeption hatten wir endlich die Chalets, die uns für die kommenden acht Tage Domizil sein werden. Irgendwann tief in der Nacht kam letztlich auch das Gepäck, das unsere Begleiter den Athleten in einer finalen Kraftaktion in die Häuser brachten. Einem Ondit zufolge sollen einige der trainingsfleißigsten Athleten die wenige Stunden bis zum Frühstück bzw. Training bei herrlich leckerem Al Ainer

Team SOPUR in Al Ain Team SOPUR in Al Ain
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